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Frühlingsgedichte - Frühling Gedichte - Frühlingsgedicht



Frühlingsgedichte
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Frühlingsgedicht

Frühlingsnacht


Über'n Garten durch die Lüfte
Hört' ich Wandervögel zieh'n,
Was bedeutet Frühlingsdüfte,
Unten fängt's schon an zu blüh'n.

Jauchzen möcht' ich, möchte weinen,
Ist mir's doch, als könnt's nicht sein!
Alte Wunder wieder scheinen
Mit dem Mondesglanz herein.

Und der Mond, die Sterne sagen's
Und in Träumen rauscht's der Hain
Und die Nachtigallen schlagen's:
Sie ist Deine, sie ist Dein!

- Joseph von Eichendorff 1788-1857, deutscher Lyriker -




Frühlingsgedicht

Immer wieder kommt er


Immer wieder kommt er;
Immer wieder schenkt er;
Der Frühling macht uns weit
Und erfüllt uns mit seiner Zeit.

- © Monika Minder -




Wenn die Blätter grünlich werden

Wenn die Blätter grünlich werden
Und ein lauer Wind sie spielt,
Stärker strahlt auf Erden
Ein helles Lichtgefild,
Vernehmen auch die Herzen wieder
Den Wechsel der ewigen Wende.
Blumen und Lieder
Legt der Frühling sanft in deine Hände.

- © Monika Minder -




Frühlingsgedicht

Blumengruss


Der Strauss, den ich gepflücket
Grüsse dich viertausendmal!
Ich habe mich oft gebücket,
Ach, wohl eintausendmal,
Und ihn ans Herz gedrücket
Wie hundertausendmal!

- Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832, deutscher Dichter -




Frühlingsgedicht

Frische Fahrt


Laue Luft kommt blau geflogen,
Frühling, Frühling soll es sein!
Waldwärts Hörnerklang geschlossen,
Mut'ger Augen liechter Schein;
Und das Wirren bunt und bunter
Wird ein magisch wilder Fluss,
In die schöne Welt hinunter
Lockt dich dieses Stromes Gruss.

Und ich mag mich nicht bewahren!
Weit von euch treibt mich der Wind,
Auf dem Strome will ich fahren,
Von dem Glanze selig blind!
Tausend Stimmen lockend schlagen,
Hoch Aurora flammend weht,
Fahre zu! ich mag nicht fragen,
Wo die Fahrt zu Ende geht!

- Josepf von Eichendorff 1788-1857, Frische Fahrt, Quelle:
Die vier Jahreszeiten, Gedichte, Reihe Reclam 1991 -




Frühlingsgedicht

Sehnsuchtsgedanke


Mächtig zieht ein Frühlingssehnen
durch das traumestrunkne Tal -
wenn des Mondes milder Strahl
glitzert in des Taues Tränen ....

Unweit - dort im Laubengange -
lispelt leis ein Frühlingshauch,
so dass eine Träne auch
perlet über meine Wange.

Mächtig zieht ein Frühlingssehnen
durch mein Herz mit einem Mal -
wenn des Mondes milder Strahl
glitzert in des Taues Tränen.

- Rainer Maria Rilke 1875-1926, deutsch-öster. Dichter -







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Bild und Gedicht

Bild und Text © Monika Minder







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